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Abschiebung ist kriminell: Deutschlands korrupte Identifizierungspraxis zur Ausübung ihrer Kultur der Abschiebung

Abschiebung ist kriminell: Deutschlands korrupte Identifizierungspraxis zur Ausübung ihrer Kultur der Abschiebung

Deutschland hat sich schon seit jeher die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern von Geflüchteten zunutze gemacht und die Regierungen dieser Länder dabei als Handlanger für die Ausführung ihrer rassistischen Deportationskultur und zur Verstärkung ihrer Politik der massiven Ausgrenzung missbraucht.

Erhebt euch und schließt euch unserem Kampf gegen das deutsche koloniale

Abschiebesystem an.

Video von Missbrauchsopfer: PROTESTEN GEGEN MASSENANHÖRUNGEN ZU ZWECK DER ABSCHIEBUNG VOR DER NIGERIANISCHEN BOTSCHAFT AM 03.03,2016! https://vimeo.com/157751109

Eine dieser korrupten kriminellen Praktiken, die nun schon seit Jahrzehnten bundesweit unvermindert fortbesteht, ist die aktuelle Abschiebeanhörung beim Ordnungsamt-Olpe 1 in Dortmund. (http://thevoiceforum.org/node/4113),
2008 hat The VOICE Refugee Forum eine auch über Deutschland hinausreichende bundesweite Kampagne gestartet , um die Zusammenarbeit mit der Nigerianischen Botschaft zu beobachten und dagegen zu protestieren (see: "Another face of Colonialism", http://thevoiceforum.org/node/858).

Die Delegierten der nigerianischen Botschaft identifizieren dabei afrikanische Asylsuchende verschiedener Länder und stellen Abschiebedokumente aus, um ihre Abschiebung nach Nigeria zu ermöglichen.

Es wurden Fälle von Asylbewerbern bestätigt wie der von Joseph Doe aus Gambia oder Santiago Camara aus Sierra Leone, die als vermeintliche Nigerianer identifiziert wurden und mit Reisedokumenten ausgestattet nach Nigeria abgeschoben werden konnten (Video unter: https://vimeo.com/110095851).

Diese dubiose Praxis der Identifizierung anhand von äußerer Erscheinung und Akzent des Asylsuchenden soll diese Woche seitens desselben Mitarbeiters der nigerianischen Botschaft in Dortmund fortgeführt werden. Diese Anhörungen werden in Kooperation mit Bundespolizei, Ausländerämtern und verschiedenen anderen Behörden organisiert die zusammen das Abschiebekartell bilden.

DIESE ZUSAMMENARBEIT, DIE DIE ASYLSUCHENDEN ALS NIGERIANER IDENTIFIZIERT UND SO DIE ABSCHIEBUNG ERMÖGLICHT UND ERLEICHTERT, IST TEIL DER RASSISTISCHEN KULTUR DER ABSCHIEBUNG VON SO VIELEN AFRIKANERN WIE MÖGLICH IN BEDINGUNGEN VON HAFT, FOLTER, ELEND UND SOGAR IN DEN TOD.

Nigeria ist kein sicheres Herkunftsland, so wie Deutschland sich als kein sicheres Land zum Schutz von Gefüchteten erweist. Und es hat sich gezeigt, dass die mit der Anti-Korruptionsstrategie getarnte Regierung von Nigeria in Wahrheit Bürger selektiv verfolgt.

Die zunehmende Verwüstung durch Boko Haram verursacht weiterhin Massensterben und –flucht von Zivilisten während der Präsident der internationalen Gemeinschaft eine vorgetäuschte Niederschlagung propagiert. Neben außergerichtlichen Hinrichtungen, Inhaftierungen, dem spurlosen Verschwindenlassen und der massiven Vertreibung von Menschen in Nigeria sind das erst vor kurzem verübte Massaker an Schiiten und die Repressionen gegenüber Leuten, die für einen eigenständigen Staats Biafra eintreten, nur ein paar Beispiele von staatlich gelenkter Gewalt.

Die momentanen Entwicklungen in dem Regierungsapparat von Buhari zeigen seine Bereitschaft zur Rechtfertigung des Einsatzes von Polizeigewalt gegen friedliche Proteste, wenn es darauf ankommt, auch den Gebrauch von scharfer Munition gegenüber unbewaffneten Demonstranten.

Staatliche Verfolgung von Homosexuellen und die andauernde massive Stigmatisierung und Kriminalisierung der LGTB -Community in Nigeria zeigen sich durch eine seit 2014 in Kraft getretene Gesetzgebung, die Haftstrafen von bis zu 14 Jahren ermöglicht.

Die Rolle imperialistischer Länder wie Deutschland bei der permanenten Ausbeutung unserer Länder darf nicht unterschlagen werden. Denn sie steht in enger Verbindung mit der gesamten Entwicklung von Vertreibung, Verfolgung und Armut in unseren Herkunftsländern.

Wir erinnern uns an die Kollaboration der EU bei der grausamen Ermordung unserer mutigen Brüdern, Schwestern, Freunde und Gefährten wie Ken Saro Wiwa und vieler anderer, die für die Aufdeckung der Verbrechen von multinationalen Firmen im Niger Delta standen, wie der Massaker an den Ogoni und Odi neben vielen anderen Gräueltaten seitens der nigerianischen Regierung im Dienste der kolonialen Monster.

Die verheerende Tour der nigerianischen und afrikanischen Führer, die auf der Suche nach finanzieller Unterstützung bei den Sklavenhändler um Hilfe betteln, fördert den Kolonisierungsprozesses und trägt zur weiteren Ausbeutung von Nigeria und Gesamt-Afrika bei.

Wir sind heute Flüchtlinge, weil Deutschland und seine imperialistische Clique nicht aufgehört haben, unsere Ressourcen zu plündern und weiter Korruption und Ausbeutung fördern durch Stellvertreterkriege, anhaltende Versklavung unserer Regierungen und Bereicherung durch so genannte Entwicklungshilfe, gepaart mit verschiedenen kriminellen Politiken und bilateralen Vereinbarungen, die auf die Beibehaltung der geopolitischen Kontrolle über Afrika abzielen. All dies geht einher mit ihren Gründen für ihre Finanzierung und den Ausbau von Gefängnissen und die Abschiebung von Afrikanern aus Europa.

Korrupterweise erhält die nigerianische Botschaft in Deutschland für jeden deportierten nigerianischen Bürger 500€ (The VOICE Network News TVNN http://thevoiceforum.org/node/2215).

Die nigerianische Botschaft muss aufhören bei dem Handel mit dem Leben afrikanischer Geflüchteten zu kollabieren.

Abschiebung ist kriminell! Abschiebung ist Mord! Abschiebung ist Folter!

Stoppt die Botschaftsanhörungen und Abschiebungen jetzt!!
Erhebt euch gegen die Korruption und schließt euch unserem Kampf gegen das deutsche koloniale Abschiebesystem an.

Unterstützt uns in unserem andauernden, langjährigen Kampf gegen den Missbrauch von Rechten Geflüchteter in Deutschland und Europa.
Siehe auch den Archivlink:

Kollaboration der nigerianschen Botschaft bei der Abschiebung: http://thevoiceforum.org/search/node/Nigeria%20Embassy%20Deportation%20C...

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte:
Refugee Initiative Schwäbisch Gmünd, E-Mail: initiativerefugees.sgmd@yahoo.com
Tel.: 015216702238

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