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„Die Bleibenden“ erschienen - eine Geschichte der Flüchtlingsbewegung in Deutschland ab 1994 - Von Christian Jakob

Heute reden alle in Deutschland über Flüchtlinge, fast niemand aber über ihre Kämpfe. Das Buch ist ein kleiner Versuch, dagegenzuhalten, die Geschichte dieser Kämpfe nicht in Vergessenheit geraten

zu lassen und an ihre Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft zu erinnern.

Es gibt die Mِglichkeit zu Lesungen und Diskussionsveranstaltungen gemeinsam mit einigen der portrنtierten AktivistInnen. Näheres gern auf Anfrage.

Beste Grüكe

Christian Jakob

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Aus dem Vorwort:

(..) Kein Mنrchen ist, dass sich die Art und Weise verنndert hat, wie dieses Land mit Migranten und Flüchtlingen umgeht. Es hat sich mo­dernisiert. Diese Transformation hat ِkonomische Ursachen, aber sie ist vor allem auch das Werk der Migranten und Flüchtlinge selbst. Sie haben nicht akzeptiert, dass Deutschland kein Einwanderungsland sein wollte und dass es auch keine Flüchtlinge wollte. Sie haben die­ses Dogma herausgefordert, den Zugang zu Deutschland freigekنmpft und dabei dieGesellschaft verنndert. Diese Geschichte handelt von selbstbestimmter Migration und Ungehorsam, von Abschottung und von Auflehnung, von Kontaktaufnahme mit der Mehrheitsgesellschaft und von Konfrontation mitdem Staat.

(…)

Vor zwei Jahrzehnten haben Flüchtlinge begonnen diesen Weg zu gehen.
Sie erkämpften substanzielle Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen: Das Arbeitsverbot und die Residenzpflicht wurden gelockert, die Sozialleistungen erhöht. Es war nicht ihre Absicht, aber sie haben dabei dieses Land verändert. Ein Land, in dem sich vor zehn Jahren fast alle, die sich mit Flüchtlingspolitik befassten, persönlich kannten, während es heute schwierig ist, alle Initiativen in manchem Stadtteil zu überblicken. Von der hinter diesem Wandel stehenden Geschichte von Widerstand und von Zivilisierung handelt dieses Buch.

(…)

Die Hektik, die Atemlosigkeit, mit der jetzt neue Instrumente der Migrationsverhinderung vorgeschlagen werden, die Bereitschaft vie­ler konservativer Politiker, die eigene Regierung zu demontieren, lässt vermuten, dass auch ihnen klar ist: Die Migration wird auch weiter­ hin ihrer Einhegung voraus bleiben. Vielleicht haben AfD und Pegida ja in einem Punkt recht: Wenn es so weitergeht, dann ist von dem Deutschland, das immer für sich bleiben wollte, bald nichts mehr übrig. Und das wäre auch gut so.
Die Flüchtlinge und MigrantInnen haben dieses Land verändert, zum Besseren. Und egal, was jetzt geschieht: Dieser Wandel ist irreversibel. Er wird bleiben.

———

Aus dem Inhalt:

VORWORT – Von Hoyerswerda zu den »Trains of Hope«

TEIL 1 – Der lange Aufstand: Die Flüchtlingsbewegung von 1994 bis 2011

Selbstorganisierung: »Wir sind hier, weil ihr unsere Lنnder zerstِrt.« –
Kollaboration: Die Schmach des Diktators – Duldungen: Wie ein Strich durchs Leben – Residenzpflicht: 80 Mark für die Freiheit – Antiziganismus: Kein Ohr für die Roma – Lageberichte: Die Wahrheit des Auswنrtigen Amtes – Gender: Der Weg der Frauen – AsylbLG: Der Unabschiebbare – Lager: Ehrung eines Ausgegrenzten – Isolation: Ilhams letzte Wochen – Polizeigewalt: Tod in der Polizeizelle – Auكengrenzen: Zwischen den Welten

TEIL II – Der Durchbruch: Die Flüchtlingsbewegung von 2012 bis heute

»We will rise«: Plِtzlich in der Tagesschau – Die Eskalation: Mit Durststreiks gegen die CSU – Ende eines Zyklus: Der Protest verflüchtigt sich – Anfang und Ende der Flüchtlingsrepublik

TEIL III – Die Akteure

Die deutsche Linke – Die Aktivistinnen und Aktivisten – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge — Die Gerichte – Die Polizei –Die Heimindustrie – Die »besorgten Bürger«

Teil IV: Nicht wieder! Wie Deutschland und Europa die Fehler der Vergangenheit vermeiden

SCHLUSS: Was sich nicht rückgängig machen lässt

Hier die Verlagsseite dazu:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884

Autor Christian Jakob

„Die Bleibenden“, which literally translates as „The ones to stay“

Buchpräsentation 16.03.
Die Bleibenden - Flüchtlinge modernisieren unsere Gesellschaft – seit Jahrzehnten. Aber auf welche Art und Weise? http://taz.de/!161884

Hier die Verlagsseite dazu:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884

FRANCAIS VOIR CI-DESSUS // DEUTSCH UNTEN

Today the Christoph Links Verlag published my book titled „Die Bleibenden“, which literally translates as „The ones to stay“.

It is an attempt of a history of refugee movement in Germany since 1994.
Because today all almost everyone in Germany talks about refugees, but noone about their struggles. The book is a small attempt to argue against this, not to let the history of these struggles be forgotten and so maybe strengthen them for the present and the future.

The central part of the book is about campaigns of activists from The VOICE or The Caravan or from their environment. They are being told in the form of portraits:

· Osaren Igbinoba (The Voice, Jena, Nigeria)
· Leonard Attoh (Caravan, Bremen, Togo)
· Moctar Bah (Oury Jalloh initiative, Dessau)
· Sunday Omwenyeke (The Voice, Bremen, Nigeria)
· Ali Safiano Touré (Voice, Mecklenburg, Togo)
· Salomon Wantchoucou (Voice, Wittenberg, Benin)
· Akubuo Chukwudi (The Voice, Mecklenburg, Nigeria)
· Elizabeth Ngari (Women in Exile, Potsdam, Kenya)
· Riadh Ben Ammar (Afrique Europe Interact, Berlin, Tunisia)
· Dzoni Sichelschmidt (Roma Initiative, Hamburg, Kosovo)
· Meryem Kaymaz (Youth Without Borders, Bremen, Lebanon)
· The protesting refugees in Katzhütte, Thuringia

This is the weblink:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884

aujourd'hui le Christoph Links Verlag a publié un nouveau livre, le titre: «Die Bleibenden» („Eux ci que restent“). C’est une tentative d'une histoire du mouvement des réfugiés en Allemagne depuis 1994.

Parce qu'aujourd'hui presque tous parlent des refugies en Allemagne, mais personne parle de leurs luttes. Le livre est une petite tentative de s'y opposer, pas laisser l'histoire de ces luttes oubliér et ainsi peut-être les renforcer pour le présent.

Ici, la page web:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884

La partie la plus importante du livre sont des campagnes de militants de The Voice ou de la Caravane ou de leur environnement. Ils sont raconté sous la forme de portraits:

· Osaren Igbinoba (The Voice, Jena, Nigeria)
· Leonard Attoh (caravane, Brême, Togo)
· Bah (initiative Oury Jalloh, Dessau)
· Dimanche Omwenyeke (The Voice, Bremen, Nigeria)
· Ali Safiano Touré (Voice, Mecklenburg, Togo)
· Salomon Wantchoucou (Voice, Wittenberg, Bénin)
· Akubuo Chukwudi (The Voice, Mecklenburg, Nigeria)
· Elizabeth Nigari (Women in Exile, Potsdam, Kenya)
· Riadh Ben Ammar (Afrique Europe-Interact, Berlin, Tunisie)
· Dzoni Sichelschmidt (Initiative Roma, Hambourg, Kosovo)
· Meryem Kaymaz (Youth Without Borders, Bremen, Liban)
· Les réfugiés qui protestaient à Katzhütte, Thuringe

heute ist im Christoph Links Verlag mein Buch erschienen, es heißt „Die Bleibenden“ und ist der Versuch einer Geschichte der Flüchtlingsbewegung in Deutschland ab 1994.

Hier die Verlagsseite dazu:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884

Heute reden alle in Deutschland über Flüchtlinge, fast niemand aber über ihre Kämpfe. Das Buch ist ein kleiner Versuch, dagegenzuhalten, die Geschichte dieser Kämpfe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und sie so vielleicht auch für die Gegenwart zu stärken.

Der wichtigste Teil des Buches sind Kampagnen von AktivistInnen von The Voice oder der Karawane oder aus deren Umfeld. Sie werden in Form von Porträts erzählt:

· Osaren Igbinoba (The Voice, Jena, Nigeria)
· Leonard Attoh (Karawane, Bremen, Togo)
· Mouctar Bah (Oury Jalloh Initiative, Dessau)
· Sunday Omwenyeke (The Voice, Bremen, Nigeria)
· Ali Safiano Touré (Voice, Mecklenburg, Togo)
· Salomon Wantchoucou (Voice, Wittenberg, Benin)
· Akubuo Chukwudi (The Voice, Mecklenburg, Nigeria)
· Elizabeth Ngari (Women in Exile, Potsdam, Kenia)
· Riadh Ben Ammar (Afrique Europe Interact, Berlin, Tunesien)
· Dzoni Sichelschmidt (Roma Initiative, Hamburg, Kosovo)
· Meryem Kaymaz (Jugendliche ohne Grenzen, Bremen, Libanon)
· Die protestierenden Flüchtlinge in Katzhütte, Thüringen