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Appellbrief an den UNHCR Kenia zur Unterstützung des Resettlements von Ahmad bin Ahmad Hadi in ein sicheres Land

PDF: Appellbrief an den UNHCR Kenia zur Unterstützung des Resettlements von Ahmad bin Ahmad Hadi in ein sicheres Land
English:
PDF: Letter of Appeal to UNHCR Kenya

An den Vertreter des UNHCR in Kenia
Lynwood Court, off Waiyaki Way
Westland, Nairobi, KENIA
Postfach: P.O. Box 43801-00100 GPO, Nairobi, Kenia
Tel.: 41 22 739 7280 - Fax: 41 22 739 7281
Email: kenna@unhcr.org

Kopie:
UNHCR Schweiz
94 Rue Montbrillant,
1202 Genf, SCHWEIZ

Postfach: Case Postale 2500, 1211 Genève 2 Dépôt, Schweiz
Tel.: +41 22 739 74 44, FaX: +41 22 739 73 79
Email: swige@unhcr.org

Resettlement von Ahmad bin Ahmad Hadi (Aktenzeichen NYEM000069) und seinem Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad (Aktenzeichen NYEM000207)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich an Sie, weil ich in Sorge bin um Ahmad bin Ahmad Hadi, Vater von drei Kindern, der seit drei Jahren mit seinem kleinen Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad als Flüchtling in Kenia lebt.

Als führendes Mitglied der Al-Haq Partei, einer mit den Huthi alliierten Organisation im Jemen, war er im Jemen eine exponierte politische Persönlichkeit und immer wieder tödlichen Bedrohungen durch Al-Qaida, saudische Truppen und Söldner der Vereinten Arabischen Emirate ausgesetzt.

In Haft wurde er 45 Tage lang aufs Massivste gefoltert. Nach seiner Flucht nach Kenia wurde sein kleiner Sohn Khaled inhaftiert und als Geisel genommen, um ihn zur Aufgabe zu zwingen, bis es ihm gelang, ihn durch die Bezahlung von 4,5 Millionen frei zu bekommen.

Seit drei Jahren lebt er nun mit seinem Sohn in Kenia als Flüchtling – es ist ein Leben in Elend, ohne Wohnung, ohne Schutz vor Regen und Kälte, ohne regelmäßiges Essen.

Es ist auch ein Leben ohne Schutz vor Verfolgung. Auch in Kenia ist er vor Al-Qaida und der saudischen Regierung nicht sicher. Er ist auch nicht sicher vor den Shabab, dem kenianischen Zweig der Al-Qaida. In der saudischen Botschaft wurde er unter Drohungen gezwungen, eine Kollaborationsklärung zu verfassen. Sein Resettlement-Prozess, der ihm vom UNHCR in Aussicht gestellt wurde, ist seitdem ins Stocken geraten. Es scheint, als wollte die saudische Regierung verhindern, dass Ahman bin Ahmad Hadi in ein anderes Land kommt, damit seine Geschichte nicht gegen sie verwendet werden kann.

Er ist sehr krank und hat viele gesundheitliche Probleme: Er leidet unter Herzvergrößerung und Lungensteinen sowie einer ernsten Infektion des rechten Knies. Seit der 45-tägigen Haft in einer dunklen, eineinhalb Quadratmeter großen und mit Fäkalien gefluteten Zelle hat er klaustrophobische Zustände und Verletzungen in den Bandscheiben.

Ahmad bin Ahmad Hadi hat sich an The VOICE Refugee Forum gewandt und sein Zeugnis abgelegt. Gemeinsam mit The VOICE Refugee Forum unterstütze ich seine Forderung nach Resettlement.

Ich appelliere an Sie als Verantwortliche des UNHCR in Kenia: Sorgen Sie dafür, dass er ein Leben in Sicherheit und Schutz leben kann - in Schutz vor Regen, Hunger und politischer Verfolgung. Er muss in einer Umgebung leben können, wo er sicher sein kann vor den Bedrohungen der saudiarabischen Regierung und terroristischer Organisationen.

Ich fordere Sie als Verantwortliche des UNHCR Kenia auf, die Zusage nach einem zügigen Resettlement-Prozess ohne weitere Verzögerung endlich einzuhalten und Ahmad bin Ahmad Hadi (Aktenzeichen NYEM000069) und seinen Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad (Aktenzeichen NYEM000207) in ein Land ausreisen zu lassen, wo ihm Schutz und Sicherheit garantiert sind.

Mit freundlichen Grüßen