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Kein Gegner der Diktatur in Togo ist in Deutschland noch sicher!

Am Donnerstag, den 22.04.2004, ab 19.30 Uhr wird in Karawane-Cafe in der Brigittenstrasse 5, Hamburg/St.Pauli, ein Informationsabend �ber die togoische Geschichte, die aktuelle Situation in Togo und die Situation der togoischen Fl�chtlinge in Deutschland stattfinden. Regimegegner und zur Flucht gezwungene Oppositionelle werden berichten.

Am Samstag, den 24.04.2004, von 12�� bis 14�� Uhr findet eine Kundgebung mit Informationstisch vor dem Hamburger Hauptbahnhof (Seite Glockengie�erwall) statt. Die Kundgebung in Hamburg ist Teil des bundesweiten dezentralen Aktionstag und Vormobilisierung zur zentralen Demonstration zum Auswae�rtigen Amt in Berlin am 27.04.2004, dem togoischen Unabh�ngigkeitstag.

Aktueller Hintergrund f�r die �ffentlichkeitsoffensive ist die voranschreitende Verfolgung der Opposition im 37. Jahr der Diktatur unter General Gnassigbe Eyadema und die dramatische Zuspitzung in der deutschen Abschiebepolitik. Seit dem Wechsel des togoischen Botschafters in Bonn - der neue Mann, Essohanam Comla Paka, ist aus dem engsten F�hrungskreis des Diktators - hat sich die Zahl der Abschiebungen und der Abschiebeank�ndigungen massiv erh�ht. Selbst international bekannte und namhafte Oppositionelle wie Ouro-Agui Abou Bassitou aus Dortmund, John Agbolete aus Bremen, Dossou Akapo und Sama Issa aus M�nchen werden mit Abschiebung bedroht. Ouro-Agui war mehrere Monate in Abschiebehaft, wurde nach Ghana abgeschoben, konnte erneut fliehen, wurde in Deutschland wieder inhaftiert. Nach massiven Protesten wurde er frei gelassen, aber nach wie vor verweigern die Beh�rden sein Recht auf Asyl. Die Verwaltungsgerichte entscheiden meistens negativ und beziehen sich dabei auf die Lageberichte des Ausw�rtigen Amtes. Diese sind
nachweislich falsch und sind eher den Interessen der Bundesregierung an guten Beziehungen zum togoischen Diktator geschuldet.
Mittlerweile sind sogar mehrere F�lle bekannt geworden, wo bereits anerkannten Fl�chtlingen die Asylanerkkennung wieder entzogen wurde. Diese Entwicklung bedeutet, da� kein Togoer und keine Togoerin in
Deutschland mehr sicher ist. Aktuell ereicht uns die Nachricht, da� im Mai (voraussichtlich in der zweiten Woche) ein bundesweiter Gro�charter zur Deportation nach Togo von den Beh�rden geplant ist.

Wir laden Sie herzlich ein, zu den Veranstaltungen zu kommen und dar�ber zu berichten. Sie erhalten Informationen aus erster Hand �ber die
dramatische Entwicklung.

mit freundlichen Gr��en
Kodjo Agbemegan Dossou
Kondo Adima
0179-8032437

Karawane fue�r die Rechte der Fl�uechtlinge und MigrantInnen /
www.carava.net
Sektion Nord / Koordinationskreis Hamburg�
Tel: 0049-(0)40-43 18 90 37 c/o Brigittenstrasse 5�����
Fax: 0049-(0)40-43 18 90 38
20359 Hamburg
mail: free2move@nadir.org

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