am 09.6.2005, von 10.30h bis 17.00h
am Ziegenspeck-Weg ggü. Parkplatz des Zoos
Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und ADEFRA / Schwarze Frauen in Deutschland rufen auf, den inzwischen lang anhaltenden Protest aus dem In- und Ausland gegen das “Afrikanische Dorf³ im Augsburger Zoo an den Ort des Geschehens zu tragen. Denn am 9. Juni 2005 öffnet der Zoo die Tore zu seinem “African Village³.
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Die Planung eines “African Village³ mit der Präsentation nicht-europäischer Menschen in einem Zoo steht in direkter Tradition der Exotik schaffenden, sogenannten “Völkerschauen³ des 19. Jahrhunderts. Damals (u.a. durch Hagenbeck) wurden schwarze Menschen in nachgebauten Dörfern bei “üblichen Verrichtungen³ gezeigt, um die hiesige, stereotype Konzeptualisierung von den außereuropäischen “Primitiven³ und “Wilden³ zu verfestigen. Die Verantwortlichen des Augsburger Zoos, der Stadt Augsburg und der Veranstaltungsagentur MaxVita scheinen sich über diese Stereotypen hinaus nicht mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben, sonst wäre ihnen sicher nicht verborgen geblieben, dass es “KEINE einzige, singuläre afrikanische Kultur³ gibt.
Die Lebensformen und Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent, der 3 mal größer ist als Europa, sind vielfältiger, als man es im Augsburger Zoo annehmen mag und lassen sich nicht auf EIN DORF reduzieren.
Das “Einverständnis³ oder die aktive Mitarbeit einzelner AfrikanerInnen als General-Zustimmung zu dem bizarren Veranstaltungsort des Projektes auszulegen, ist absurd. Das Werfen von Pflastersteinen würde nach einer solchen Argumentation dadurch legitimiert, dass einige Augsburger Weiße es gut fänden und mitmachten.
Das Argument, hier könnten AfrikanerInnen Geld verdienen, ist perfide. Wenn es wirklich darum ginge, könnte sich die Stadt unter OB Dr. Wengert auch für Menschen afrikanischer Herkunft unter Anerkennung der beruflichen Qualifikationen, für gesicherte Arbeitsplätze mit geregeltem Verdienst und für angemessene Aufstiegsmöglichkeiten einsetzen.
Wir fordern auch weiterhin:
* kritischen Umgang mit kolonial-rassistischenStereotypen und Verhaltensmustern
* einen würdigen Ort für Begegnung mitafrikanischer Kultur
* eine nicht rassistische Sprache vonVeranstalterInnen und Verantwortlichen * Respekt und Achtung der Menschenwürde gegenüberALLEN Menschen
* ein Ende dieser unglaublichen Provokation
* verbunden mit einer Entschuldigung an Menschen afrikanischer Herkunft
Kommt und setzt mit uns ein gemeinsames Zeichen
für den Willen zur Überwindung kolonial-rassistischer Traditionen
für gleichberechtigte Begegnung und Menschenrechte
mit euren Ideen, Informationen, Aktionen, mit Power und Mut
V.i.S.d.P.R. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland / ADEFRA e.V. - Kontakt: isdbund@isdonline.de - (07000/4732863)
Dieser Aufruf wir durch folgende Afrikanische Vereine unterstützt: Eritreische Gesellschaft e.V. (München), Sudan e.V. (München), Panafrikanische Frauengruppe in München, Kamerunische Gemeinschaft e.V., Togolesische Gesellschaft in Bayern e.V., Association Ivoiro-Allemande e.V. (Ivorische Gemeinschaft München), ³Stimme des Volkes² - Ivorische Gemeinschaft, Igbo Kontaktforum, AFDA Togo Frauengruppe,
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Tahir Della
ISD-Bund e.V.
Aberlestr.13
81371 München
+49 89 746 94 91
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tahirdella@isdonline.de
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"Knowledge makes a man unfit to be a slave."
Frederick Douglass