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Kunst für Menschenwürde und Solidarität - "color is a bridge" am Karawane Festival

Karawane Festival Jena: Newsletter 5 - Aufruf zur politischen Unterstützung, Termine >>> http://thevoiceforum.org/node/1603

FESTIVAL 2010 - NEWSLETTER 4 Termine:

TLZ Press:
Kunst für Menschenwürde und Solidarität

Zur Einstimmung auf das Karawane-Festival, das auf die Lage von Flüchtlingen in Europa aufmerksam machen will, wird am Dienstag, 27. April, die Ausstellung "Color is a bridge" im "Salon der Künste" eröffnet. Drei Künstler beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit der Flüchtlingsthematik.

Vor Krieg und Verfolgung sind Ende des Jahres 2008 weltweit mehr als 42 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, so die Bilanz des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. In Europa leben 5,7 Millionen anerkannte Flüchtlinge, doch Europa ist nur für sehr wenige der endgültige Zufluchtsort. Die EU-Staaten tun viel, um Flüchtlinge abzuschrecken. Restriktive Aufnahmebedingungen, Brutalisierungstendenzen im Umgang mit Schutzsuchenden - Europa wird seiner Verantwortung für Flüchtlinge nicht wirklich gerecht. Darauf wollen die Organisatoren des Karawane-Festivals aufmerksam machen. Vom 4. bis zum 6. Juni werden sie an verschiedenen Orten Jenas mit Diskussionen, Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen auf die Lage der Flüchtlinge aufmerksam machen.

Als Einstimmung auf das bevorstehende Festival wird am Dienstag, 27. April, die Ausstellung «Color is a bridge» im «Salon der Künste» eröffnet. Drei Künstler aus Deutschland, dem Iran und Italien haben sich mit dem Thema beschäftigt. Ihre Werke verstehen sie als kritische Betrachtung der Flüchtlingspolitik in der westlichen Welt.

Martina Hammel aus Deutschland, Rita Mascis aus Italien und Hamid Ashayeri aus dem Iran wollen mit ihren Bildern den Betrachter dazu bringen, mehr als nur die abstrakten Zahlen zur Kenntnis zu nehmen. Sie wollen die Aufmerksamkeit auf die individuellen Schicksale lenken, die hinter diesen Zahlen stehen, die moralische Fragwürdigkeit der Flüchtlingspolitik aufdecken und ihre tragischen Folgen für den Einzelnen Menschen ins Visir rücken. Die Werke der drei Künstler sind in ihrer Verschiedenheit durch einen Grundgedanken verbunden: den Respekt vor der Menschenwürde. Sie werben mit ihren Bildern gemeinsam für Solidarität.

Die Ausstellung soll Auftakt für viele weitere künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Flüchtlingsthema sein.

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Zur Vernissage am 27. April, ab 19 Uhr im «Salon der Künste», Lutherstraße 7, wird das «Duo Infernal» spielen. Die Ausstellung ist dann bis zum Ende des Karawane-Festivals am 6. Juni zu sehen.

Jördis Bachmann / 22.04.10 / TLZ

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color is a bridge
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Präsentiert werden drei Künstler aus Deutschland, Italien und dem Iran, welche sich jeweils auf Ihre individuell und künstlerisch verschiedene Weise mit dem Thema auseinander setzen: Hamid Ashayeri (Iran/Deutschland), Rita Mascis (Italien/Deutschland) und Martina Hammel (Deutschland) verstehen Ihre Werke als kritische Betrachtungen der oft doppelbödigen und zynischen Flüchtlingspolitik der westlichen Welt. Die Arbeiten von Hamid Ashayeri etwa entstanden angesichts eigener Eindrücke in einem Flüchtlingsheim in Ostwestfalen. Alle Kunstwerke vereint der Versuch, beim Betrachter Gefühle zu wecken, die über die Zurkenntnisnahme abstrakter Zahlen und politischer Rahmendaten hinaus führen. Sie verstehen sich als Anregung, sich mit der Frage nach Europas Grenzen auseinander zu setzen und die Aufmerksamkeit zu weiten, für eine Problematik moralisch äußerst fragwürdiger und individuell tragischer Reichweite, die sich täglich auf
der Rückseite unserer Wohlstandsgesellschaft abspielt - und von unserer eigenen, wohl 'versorgten' Existenzweise zugleich mit produziert und verdrängt wird.

Martina Hammel, "Ankunft II"

So gilt für diese Ausstellung, was der kritische Journalist Stefano Vastano jüngst über die 'westliche' Wahrnehmung der Flüchtlinge formulierte. "Unsere [...] europäische Wirklichkeit mit den Augen und
Worten der Illegalen zu sehen ist vielleicht das eindrücklichste Bild, das
wir uns derzeit von uns selbst machen können". Diese Funktion übernimmt
hier die Kunst. Sie wirbt zugleich für Solidarität und den Respekt vor der
Menschenwürde."

Ausstellung:"color is a bridge" mit Rita Mascis, Hamid Ashayeri, Martina
Hammel im "Salon der Künste", Luther Str. 7, Jena

Vernissage: Dienstag, 27. April 2010 um 19.00 Uhr mit musikalischer
Untermalung von "Duo Infernal"

Dauer:27. April. - 6. Juni 2010
geöffnet: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, von 14:00 - 20:00 Uhr und nach
Absprache

(jenanews.de)
Foto: Martina Hammel

Spendenaufruf für das Karawane-Festival 2010 in Jena

Jena: "color is a bridge"
mit Bildausstellung am Karawane Festival

English:
The VOICE Refugee Meeting for the KARAWANE-Festival in Jena
- Our Struggles in the Isolation Camps in Thueringen - Germany
English
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Deutsch:
The VOICE-Flüchtlingstreffen im Vorfeld des KARAWANE-Festivals in Jena -
Flüchtlingskämpfe in den Isolationslagern
Deutsch
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French:
La Réunion "The VOICE refugees" pour le "Karawane-Festival"
Deutsch
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Kommt zum Karawane Festival 2010: Zweiter Aufruf - Flyer und Plakat zum download

Update: KARAWANE-FESTIVAL 2010 - NEWSLETTER 4 Termine: Mobilization und Kampagne
http://thevoiceforum.org
KARAWANE-FESTIVAL 2010 NEWSLETTER 3 karawane-festival.org

Zweiten Aufruf, Flyer und Plakat
*pdf Aktueller Aufruf und vorläufiges Programm:
*pdf English mobilization flyer (short)
*pdf kleiner Mobilisierungsflyer deutsch
pdf: erster Aufruf in erster Aufruf in verschiedenen Sprachen: Multilingua Calls

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