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Aufruf zu Break Deportation - Flüchtlingslagerbesuche: Kampagne für die politische Selbstorganisation von Flüchtlingen

Aufruf zu Break Deportation - Flüchtlingslagerbesuche
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Kampagne für die politische Selbstorganisation von Flüchtlingen in Thüringen - Flüchtlinge in Deutschland sind eingeladen, dieser Facebook-Gruppe beizutreten: Refugee-Migrants Political Community

bitte siehe unten: The VOICE Refugee Forum zu Aufruf zu Break Deportation - Flüchtlingslagerbesuche und Lagar Tour "Wir laden die Flüchtlinge ein, sich miteinander zu vernetzen und einen gemeinsamen Aufruf zu erarbeiten, mit dem die Agenda der Flüchtlinge für eine Community-Initiative in der gesamten Region gestärkt werden kann."

Hallo!

Zurzeit kommen viele Menschen nach Deutschland. Wir wollen alle willkommen heißen, ganz wie es das bekannte “Refugees Welcome” besagt. Nach deutschem Gesetz dürfen aber nicht alle Menschen hier bleiben, die vor Verfolgung, Krieg, Zerstörung oder Katastrophen und für ein besseres Leben, Bewegungsfreiheit oder aus anderen Gründen aus ihrem Land fliehen. Sie werden Abschiebungen, Einschüchterung, psychischer Folter und rassistischer Diskriminierung ausgesetzt. Ihre Fluchtgründe werden nicht anerkannt und sie werden kriminalisiert. In den letzten Monaten hat sich ihre gesetzliche Lage noch verschlechtert, aufgrund der Verschärfungen des Asylrechtes, die den internationalen Schutz Geflüchteter in Deutschland praktisch abgeschafft haben. Die stetig wachsende Liste der so genannten „sicheren Herkunftsländer“ wurde erweitert, mit dem Ergebnis, dass noch mehr Gruppen Asylsuchender von Abschiebungen bedroht sind. Im Moment werden diese Abschiebungen ohne Warnung durchgeführt, auf die unmenschlichste Art und Weise.

Wir sind politische Aktivisten, die sich weigern, die inhumane Praxis des deutschen Staates zu akzeptieren. Unser Netzwerk heißt „Break Deportation“. Wir fordern ein Bleiberecht für alle und den sofortigen Stopp aller Abschiebungen. Um das zu erreichen, müssen sich Geflüchtete gemeinsam mit anderen Geflüchteten in Gruppen organisieren, wie „The VOICE Refugee Forum Jena“ und „Roma Thüringen“. So kann eine breitere Gemeinschaft von Geflüchteten entstehen, um ihre Kämpfe zu stärken, sich Kraft zu geben und gemeinsam mit Unterstützern Widerstand gegen das Abschiebesystem zu leisten, in Deutschland und Europa.
Darum wollen wir Euch kennenlernen! Wir wollen Euch in den nächsten Monaten regelmäßig in Euren Lagern oder Gefängnissen besuchen. Wir wollen uns mit Euch über aktuelle Entwicklungen austauschen und uns gegenseitig auf dem neusten Stand halten. Wie ist die Situation in den Lagern? Habt Ihr von Abschiebungen gehört oder seid Ihr selbst von Abschiebungen bedroht? Wie können wir zusammen erreichen, dass alle bleiben können, wo sie wollen? Kommt zusammen, tauscht Eure Sicht aus, sowohl mit uns als auch untereinander!

Lasst uns zusammen die Isolation durchbrechen und zusammen Abschiebungen stoppen – Was einen angeht, geht alle an!

Mehr Informationen zum Netzwerk: http://breakdeportation.blogsport.de

Roma Thüringen, Gotthardtstraße 21, 4. Floor, 99084 Erfurt (Treffen immer Samstags um 19 Uhr) Email: roma-thueringen@posteo.de Facebook: Roma Thueringen

The VOICE Refugee Forum, Schillergaesschen 5, 07745 Jena (Treffen immer Donnerstags um 18 Uhr),
Tel: 017624568988, Email.: thevoicerefugeeforum@riseup.net, http://thevoiceforum.org
Geflüchtete sind eingeladen, der Facebook-Gruppe beizutreten: Refugee-Migrants Political Community

The VOICE Refugee Forum zu Aufruf zu Break Deportation - Flüchtlingslagerbesuche und Lagar Tour

Wir laden die Flüchtlinge ein, sich miteinander zu vernetzen und einen gemeinsamen Aufruf zu erarbeiten, mit dem die Agenda der Flüchtlinge für eine Community-Initiative in der gesamten Region gestärkt werden kann.

Dabei treibt uns das Streben nach einer freien Gesellschaft, Gleichheit, menschlicher Würde und Bewegungsfreiheit an.

In diesen Zeiten von Stellvertreterkriegen, Massendeportationen und sozialer Ausgrenzung, die mit der rassistischen Diskriminierung von Flüchtlingen und MigrantInnen in Europa Hand in Hand geht, ist eine Plattform der Flüchtlingscommunity wichtiger denn je. Angesichts der aggressiven Angriffe auf die Asylgesetze in Deutschland, des Anstiegs von Gewalt und rechten Massenmobilisierungen, wollen wir gemeinsam die Opposition und den Widerstand gegen die Verbrechen der deutschen Politiker und der Mainstream-Gesellschaft organisieren, die gegen die Refugees hetzen und sich für die Abschiebung von Tausenden von Refugees täglich einsetzen. Wir wollen auch nicht vergessen, wie profaschistische Parteien gefordert haben, dass die Polizei an den Landesgrenzen auf Refugees schießen soll.

Der Kampf gegen koloniales Unrecht:

Die Flüchtlinge werden durch Gesetze, die die Bewegungsfreiheit einschränken, durch die Isolation, Abschiebedrohungen und rassistische Diskriminierung kriminalisiert und das sowohl vor wie auch nach ihrer Ankunft in Europa. Unser Recht auf Aufenthalt ohne Diskriminierung und Abschiebedrohung ist nicht garantiert. Wir organisieren uns, damit die Welt von uns hört und versteht, dass wir keines Verbrechens schuldig sind, wenn wir als Flüchtlinge Zuflucht in Europa suchen. Wir wissen, dass die Gründe unserer Flucht aus unseren Ländern mit der globalen Ausbeutung und Zerstörung dieser Länder durch Kriege und die sogenannten „internationalen Verträge“ der hegemonialen und reichen kapitalistischen Staaten dieser Welt zusammenhängen.

Die europäische Flüchtlingskrise ist das Produkt europäischer Stellvertreterkriege und kolonialer Verhältnisse, die auf das koloniale Erbe der Politik eines „Teile und Herrsche“ aufbauen. Diese neokoloniale Machtpolitik verschärft sich, um die ungebremste Zerstörung der Heimatländer der Flüchtlinge und ihre Misshandlung dort wie auch in Europa voranzutreiben.

Unsere Solidarität: Von Selbstorganisation zu Selbstbestimmung:

Unser Bleiberecht - ohne Diskriminierung und drohende Abschiebung - ist nicht gewährleistet. Wir brauchen die Beteiligung und Solidarität von beiden, den neu hier ankommenden und den alten Flüchtlingen, um uns unsere Würde, Bewegungsfreiheit und ein anständiges Leben zu erkämpfen.

Flüchtlinge können damit anfangen, Solidaritätsbotschaften zu verfassen, die wir an andere Flüchtlingsinitiativen weitergeben können, damit sie sich unserem Netzwerk anschließen. Mit eurer Unterstützung können wir als als unabhängige Flüchtlingscommunity den Tätern und ihren Verbrechen unseren entschlossenen Widerstand entgegensetzen – der deutschen Regierung, der Politikern und Behörden, den Rassisten und ihren Mitläufern.

Das Break Deportation Network wurde als offene Plattform ins Leben gerufen, über die Aktivisten die Selbstorganisierung, Selbstermächtigung und Vernetzung der Refugee-Community gegen die Verbrechen der Abschiebung und sozialen Ausgrenzung der Flüchtlinge unterstützen können.

Solidarität mit der Flüchtlingscommunity!

Lasst uns uns zusammenschließen, um Abschiebung und soziale Ausgrenzung in Deutschland zu beenden!

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zusammenkommen und miteinander diskutieren!

Schließt euch den Gruppen bei euch vor Ort an, um zu diskutieren, wie ihr die Bewegung der Flüchtlingscommunity stärken könnt!

Teilen heißt für einander sorgen! Wir verbleiben in Solidarität.

Refugees sind dazu eingeladen, am wöchentlichen Refugee Forum von The Voice in Jena teilzunehmen: Jeden Donnerstag 18 Uhr im Schillergässchen 5, 07745 Jena.

The VOICE Refugee Forum
Tel.: 076 24568988
Email: thevoicerefugeeforum@riseup.net
Internet: thevoiceforum.org